Das Monster im Kühlschrank von Antonia, Klasse 5e, entstanden im Deutschunterricht 2025/26

Mitten in der Nacht wurde Leo davon wach, dass er mörderischen Durst hatte.

Verschlafen tastete er sich in die dunkle Küche, öffnete die Kühlschranktür- und erstarrte. „Mach sofort die Tür zu“, sagte eine ekelhafte Stimme. „Aber Ein bisschen plötzlich!“ Zwischen der Wurst und dem Pudding saß ein Monster. Ein scheußlich gelbes Monster mit schwarzen Tigerstreifen und einem breiten Maul voll nadelspitzer Zähne. In der einen Tatze hielt es Leos Lieblingswurst, in der anderen eine Gurke. „Na da staunst du, was?“, grunzte und rülpste es. „Aber jetzt hast du genug geglotzt, Tür zu, aber dalli!“

Leo konnte keinen Finger rühren. Wie angefroren stand er da und starrte das schmatzende Ding an. Das Monster hielt die Hand oben und warf die Wurst in Leos Mund. Danach hielt es die andere Hand oben und warf die Gurke auf ihn. Das Gemüse war so hart, dass Leo runterfiel. „Aua!“, schrie er. Das Monster guckte Leo an und rollte seine Augen. Doch plötzlich sprang das Ding mitten auf Leos Bauch. Leo atmete ein und aus, obwohl es ihm schrecklich weh tat. Er stand auf und kaute an seiner Wurst weiter. Die Gestalt sah ihn streng an, während er seine Hände auf die Hüfte setzte. Der Junge schluckte die zerkaute Wurst hinunter. „Wie heißt du denn?“, fragte Leo. Das Monster kicherte: „Ach, kennst du mich nicht? Ich bin das bekannteste Monster in allen Geschichten.“

Leo guckte stolz. „Ähm, ich bin sieben Jahre alt und ich wurde vor einem Monat eingeschult. Ich kann nicht lesen“, murmelte er. Die Gestalt meinte: „Das ist mein 20. Mal, dass ich bei dummen Kindern einbreche.“ Leo sagte: „Okay. Wie heißt du jetzt? Ich heiße Leo.“

Das Monster antwortete: „Ah ja, mein Name ist Salamander.“

„Deswegen bist du so klein?“, fragte er. Salamander blickte ihn genervt an. Die Gestalt guckte um sich herum und sah eine Treppe. Sie keuchte kurz und ging hoch.

Leo rannte ihr hinterher. Das Monster fragte: „Wo ist die Toilette?“

„Warum?“, fragte Leo. „Kein Wunder“, antwortete Salamander. Leo streckte den Finger aus. „Da!“, sagte Leo. Das Monster nickte. Es öffnete die Tür und ging zur Toilette.

„Was hast du v-”, bevor der Junge seinen Satz beenden konnte, spülte Salamander die Toilette viermal nacheinander. „Lärm, Lärm, Lärm!“, schrie er. „Was machst du?“, fragte Leo laut. „Das kriegst du, weil du die Kühlschranktür nicht zugemacht hast!“, meinte Salamander und rannte weg ins Wohnzimmer und machte da das helle Licht an. Leo lief ihm hinterher und kniff die Augen zu wegen des Lichts. „Was machst du? Hör auf damit! Du nervst!“, schrie Leo. Salamander streckte die Zunge raus. „Mach ich nicht! Und wenn ich nerve, dann nerve ich halt!“, sagte er.

„Du bist so böse, weißt du das?“, fragte Leo, doch das Monster rannte einfach weg in irgendein Zimmer. Es dachte sich: „Oh! Das muss sein Zimmer sein. Was gibt es hier denn Schönes?“, und kicherte danach. Es machte das Licht an und guckte sich das Zimmer an. Es fand viele Sachen, ging zu Leos Bett, hob Dinge auf. Dann fand es ein Blatt und einen Stift und malte. Es zeichnete mit schwarzem Stift sich selbst, malte seine Tigerstreifen und sich gelb aus. Es fügte danach auch noch Leo hin. Außerdem schrieb es noch einen Satz hin: „Das war mein 20. Mal bei einem dummen Kind. Von Salamander“

Als es fertig war, trat Leo hinein. „Was machst du da?“, fragte er und riss ihm das Blatt aus der Hand. „Oh! Hmm… Ich glaube… Warte, was steht hier?“, fragte Leo. „Das war mein 20. Mal bei einem dummen Kind. Dummie!“, las Salamander vor.

„Oh okay. Also ich denke, dass du mich bisschen besser malen könntest, dazu noch einen schönen bunten Hintergrund hinzufügen und… das wars“, meinte Leo zum Bild.

Salamander nickte. Leise hörte man Geflüster. Es kam nicht vom weiten, sondern von dem Zimmer seiner Eltern. Salamander fragte: „Kannst du mich wieder in den Kühlschrank bringen?“ Leo nickte von unten nach oben. Danach gingen die beide in die Küche. Das Monster stieg in den Kühlschrank und beide verabschiedeten sich. Leo schloss die Kühlschranktür und „Puff!“, hörte er plötzlich. Als er die Tür wieder öffnete, war nur Essen drin. Kein Salamander. Er ging nach oben in sein Zimmer, hängte das Bild an die Pinnwand und machte das Licht aus. Er legte sich ins Bett und schloss die Augen. Danach schlief er ein.

 

ÖFFNUNGSZEITEN SEKRETARIAT

Montag bis Donnerstag
07:30 – 12:00 Uhr und 14:00 – 15:00 Uhr
Freitag 7:30 – 13:00 Uhr

07667 – 90 60 40
msg@lkbh.de

ADRESSE

Martin-Schongauer-Gymnasium

Leo-Wohleb-Straße 2
79206 Breisach am Rhein
Tel.: 07667/90604-0

Copyright ©2021 Martin – Schongauer – Gymnasium  | Impressum | Datenschutz |  Konzeption & Realisation B&B Anja Baer | Denn das Leben braucht schöne Seiten.