Rechtliche Grundlagen des Religionsunterrichts

Der Religionsunterricht ist das einzige Schulfach, das im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist. Es ist nach Artikel 7,3 GG in allen öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach und wird in Übereinstimmung mit den Grund- sätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen entsprechend ihrer Konfession am evangelischen bzw. katholischen Religionsunterricht teil. Auch Schülerinnen und Schüler, die nicht einer der beiden Konfessionen angehören, können nach Absprache den evangelischen bzw. katholischen Religionsunterricht besuchen.

Der Religionsunterricht wird von theologisch und religionspädagogisch ausgebildeten Lehrkräften erteilt, die im staatlichen oder kirchlichen Dienst stehen. Diese sind Ansprechpartner der Jugendlichen für Fragen einer christlichen Lebensdeutung und Lebenspraxis. Die Kirche nimmt ihre Verantwortung für den Religionsunterricht wahr, indem sie die Lehrkräfte beauftragt und sie in ihrem Dienst begleitet.

Dem Religionsunterricht als ordentlichem Lehrfach liegt ein staatlicher Plan zugrunde, der von der jeweiligen Kirchenleitung genehmigt wurde. Der Religionsunterricht ist den anderen Fächern gleichgestellt. Die im Verlauf des Schuljahres erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden wie in anderen Fächern benotet und sind somit versetzungsrelevant.

 

Auszug aus dem Flyer der evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer in Baden-Württemberg: Vgl: Flyer_RU_Sekundarstufe