Schulprofil

Das allgemein bildende Gymnasium

Das allgemein bildende Gymnasium vermittelt Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung, die zur allgemeinen Hochschulreife führt. Damit schafft es zugleich die Voraussetzungen sowohl für eine berufliche Ausbildung als auch für Führungsaufgaben in Berufen, die einen Hochschulabschluss verlangen.

Aufgaben und Ziele

Besonders wichtige Eigenschaften für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sind Neugierde und Aufgeschlossenheit für abstrakte und theoretische Zusammenhänge, überdurchschnittlich hohe Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und geistige Belastbarkeit. Außerdem erforderlich sind Freude am Lernen, Experimentieren, Beobachten, Finden von Lösungen und Gesetzmäßigkeiten und Interesse an literarischen, musischen und künstlerischen Themen.

Bildungsauftrag des Gymnasiums

  • Verantwortungsbereitschaft
  • Selbstständigkeit
  • Logisches Denken
  • Gestaltungsfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Leistungsbereitschaft
  • Teamarbeit
  • Solidarität
  • Kreativität
  • Kulturelle Verständigung
  • Gewinnen und Verarbeiten von Informationen

Inhalte

Die Unterrichtsgestaltung am allgemein bildenden Gymnasium hat drei zentrale Ziele:

  • eigenverantwortliches,
  • selbstständiges und
  • zielorientiertes Arbeiten.

Dabei kommt neuen Unterrichtsformen besondere Bedeutung zu:

  • Fächerverbindendes Denken und Arbeiten
  • Gruppen- und Partnerarbeit
  • Umgang mit neuen Medien.

Vgl.: Kultusportal des Landes Baden-Württemberg Startseite > Schule in Baden-Württemberg > Gymnasium

Das MSG, ein Gymnasium im ländlichen Raum

Das Martin-Schongauer-Gymnasiums hat ein ländliches Einzugsgebiet: Daraus ergeben sich folgende Besonderheiten:

  • Wir kennen die Grundschulen, aus denen unsere Schülerinnen und Schüler kommen.
  • Wir kooperieren mit den Grundschulen.

Die Unterrichtszeiten richten sich nach den Fahrplänen der Busse und der S-Bahn:

  • Unterrichtsbeginn: 8.00 Uhr
  • Ende der letzten Unterrichtsstunde: 17 Uhr
  • Kurze Wege: Die Bushaltestelle liegt in unmittelbarer Nähe des Gymnasiums. Vom Bahnhof Breisach zur Schule geht man keine 10 Minuten zu Fuß.

Die Zusammensetzung der Klassen in der Unterstufe orientiert sich an den
Herkunftsorten der Schülerinnen und Schüler, soweit es organisatorisch machbar ist.
Die Schülerinnen und Schüler geben bei der Einschulung an, mit wem sie gern
in eine Klasse gehen wollen.

Gymnasium in der Region

  1. Wir ermutigen Eltern, die selbst keine Erfahrungen auf dem Gymnasium gemacht haben, ihren Kindern den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen. Wir werben dafür, die Chance auf eine gymnasiale Bildung wahrzunehmen, wenn eine entsprechende Empfehlung der Grundschule vorliegt.
  2. Unsere Unterrichtszeiten sind auf die Pläne von Bussen und Bahnen abgestimmt.
  3. Der kompakte Stundenplan des MSG nimmt Rücksicht auf Schülerinnen und Schüler, die einen weiten  Schulweg haben.
  4. Wir berücksichtigen bei der Zusammensetzung der Klassen die Herkunftsorte der Schülerinnen und Schüler, soweit es organisatorisch möglich ist. Wir fragen die Schülerinnen und Schüler bei der Aufnahme, mit wem sie gemeinsam in eine Klasse des MSG gehen möchten.
  5. Wir kennen die Grundschulen, aus denen unsere Schülerinnen und Schüler kommen, und kooperieren mit ihnen.
  6. Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler individuell.
  7. Wir stärken gezielt die Klassengemeinschaft.
  8. Wir stellen uns den Aufgaben, die mit der Inklusion verbunden sind.
  9. Wir beraten und unterstützen Schülerinnen, Schüler und Eltern bei schulischen Problemen.
  10. Wir ergänzen und bereichern den Unterricht durch außerunterrichtliche Veranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften.
  11. Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler gezielt auf die nachschulische Ausbildung vor.

Besucherinnen und Besucher, die den Aufzug nutzen möchten, melden sich bitte vorher telefonisch im Sekretariat an (07667/906040).

Das Schulprofil des MSG

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Das Schulprofil des MSG

Das Schulprofil des Martin-Schongauer-Gymnasiums wurde im Rahmen eines Verständigungsprozesses von Schülern, Lehrern und Eltern im Februar 2009 formuliert. Es ist grundlegend für unsere schulische Arbeit und für den Umgang der am Schulleben Beteiligten untereinander.

 Inhalt

Leitgedanken

Grundsätze für unsere pädagogische Arbeit

Kompetenzförderung

Fachlich – inhaltliche Kompetenz

Personale Kompetenz

Soziale Kompetenz

Kurzinformation

Leitgedanken

Das Martin-Schongauer-Gymnasium (MSG) versteht sich als Ort, an dem Lernprozesse gefördert und soziales Miteinander gestaltet wird. Auf dem Weg zur allgemeinen Hochschulreife vermitteln wir das erforderliche Wissen  und die Methoden, welche die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Lernen sowie zu kreativem und vernetztem Denken befähigen.

Durch unsere Arbeit begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung und bereiten sie auf ihr künftiges Leben vor, indem wir

  • sie altersgemäß fördern und fordern
  • sie bei der Entwicklung persönlicher Anlagen und Fähigkeiten unterstützen
  • Möglichkeiten zur Ausbildung von Teamfähigkeit schaffen
  • die Bereitschaft zum eigenverantwortlichen Arbeiten wecken und Strategien für ein lebenslanges Lernen vermitteln

msMartin Schongauer steht mit seinem künstlerischen Wirken an der Wende der Gotik zur Renaissance und somit beispielhaft sowohl für Tradition als auch für Innovation. Unser Gymnasium führt das Monogramm des Künstlers, mit dem er seine Kunstwerke kennzeichnete, im Briefkopf.

Der Standort unserer Schule verpflichtet:

Die Stadt Breisach versteht sich als Brücke zu Europa. Bereits 1950 hat sie sich deshalb im Sinne der Völkerverständigung als erste europäische Stadt für ein Vereinigtes Europa ausgesprochen.

Daher sehen wir es als unsere besondere Aufgabe

  • Bewährtes fortzuführen und offen für Neues zu sein
  • einen besonderen Akzent auf die Erziehung zum Frieden zu legen
  • vielfältige Erfahrungen mit anderen Kulturen und in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zu ermöglichen
  • ein realitätsnahes und differenziertes Bild des Weltgeschehens zu vermitteln
  • zum Dialog zwischen Frankreich und Deutschland zu befähigen, vor allem durch enge Zusammenarbeit mit Schulen in Frankreich. Diesem Anliegen tragen wir mit dem seit dem Schuljahr 1994/95 bestehenden deutsch-französischen Bildungsgang Rechnung.

In einem ständigen Qualitätsentwicklungsprozess überprüfen wir die Wirksamkeit unserer pädagogischen Arbeit. Die Evaluation liefert wichtige Impulse für Unterricht und Erziehung

 

Grundsätze für unsere pädagogische Arbeit

Lernatmosphäre

Um eine vertrauensvolle Lernatmosphäre zu schaffen, legen wir besonderen Wert auf die Erziehung zu Respekt, Fairness und Toleranz als den elementaren Voraussetzungen für ein solidarisches Zusammenleben. Wir leiten dazu an, verantwortungsvoll mit dem Gemeinschaftseigentum und dem Eigentum anderer umzugehen. Wir üben, Kritik anzunehmen und Kritik konstruktiv zu formulieren. Wir setzen uns für die Schulgemeinschaft ein und sorgen für ein gutes Schulklima.

Leistungsbewertung

Leistungsbewertung soll verschiedene Aspekte umfassen, um der einzelnen Schülerpersönlichkeit gerecht zu werden. Die Lehrerinnen und Lehrer sorgen für Objektivität und Transparenz in der Leistungsbewertung. Neben den schriftlichen und mündlichen Leistungen fließen solche, die im Rahmen offener Unterrichtsformen erbracht werden, in die Bewertung ein.

„Qualipass“

Seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es den „Qualipass“. Dieser dokumentiert Engagement, Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen, die keinen oder wenig Eingang in die Fachnoten finden. In einem speziellen „MSG-Teil“ werden dort auch besondere Leistungen bestätigt und gewürdigt, die in der Schule zusätzlich erbracht wurden – z. B. Klassensprechertätigkeiten, erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben usw.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Wir kommunizieren mit den Eltern, um Schülerinnen und Schüler gezielt fördern zu können. Für konstruktive Kritik und Anregungen sind wir offen. Die Mitarbeit der Eltern bei der Gestaltung unseres Schullebens ist uns wichtig.

Ganztagsschule

Das Martin-Schongauer-Gymnasium reagiert auf geänderte gesellschaftliche und familiäre Strukturen: Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist das MSG als Ganztagsschule anerkannt. Mit der neu errichteten Cafeteria wurde ein lichtdurchfluteter Raum geschaffen, der den längeren Aufenthalt an Schultagen erleichtert. Während der Unterrichtsstunden wird er für Still- und Gruppenarbeit genutzt. In den Pausen hält ein ortsansässiger Betrieb ein reichhaltiges und vollwertiges Speisenangebot bereit.

Für Unterstufenschüler wurde von Montag bis Donnerstag jeweils bis 15.30 Uhr ein Ganztagsangebot eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler können wählen zwischen einer Ganztagsbetreuung (verbindliche Teilnahme an vier Wochentagen) oder einer Hausaufgabenbetreuung (freie Wahl des Wochentags).

Kompetenzförderung

Wir fördern die Entfaltung folgender Kernkompetenzen:

  • Fachlich – inhaltliche Kompetenz
  • Personale Kompetenz
  • Soziale Kompetenz

Fachlich – inhaltliche Kompetenz

Das MSG begleitet seine Schülerinnen und Schülern auf ihrem Weg zur allgemeinen Hochschulreife. Grundlage der Wissensvermittlung ist der Bildungsplan des Kultusministeriums, der um das von den Fachkonferenzen festgelegte Schulcurriculum erweitert wird.

Profile

Am MSG gibt es neben dem naturwissenschaftlichen Profil ein breites Sprachenangebot mit Englisch und Französisch sowie Latein bzw. Spanisch im sprachlichen Profil.

Bilingualer Zug

In seinem „Bilingualen Zug“ bietet das MSG seit dem Schuljahr 1994/95  die Möglichkeit, die Schullaufbahn mit einer doppelten Qualifikation  abzuschließen. In diesem besonderen Bildungsangebot erwerben unsere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig mit dem Abitur das französische Baccalauréat. (Abi-Bac).

Transferfähigkeit

Die Auswahl der Inhalte orientiert sich auch daran, ob sie Transferleistungen und Problemlösungslernen erlauben. Neben der Wissensvermittlung geht es uns um die Entwicklung kreativen und vernetzten Denkens. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Zusammenhänge zu erkennen und zu hinterfragen.

Methodencurriculum

Der systematische Aufbau von Methodenkompetenz ist in einem Methodencurriculum festgelegt. Ab der 5. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler angeleitet, sich selbstständig Wissen zu erarbeiten („Lernen lernen“) und dieses in angemessener Form kreativ zu präsentieren.

Arbeitsgemeinschaften

Unser Angebot an Arbeitsgemeinschaften bietet zusätzliche Förderung im künstlerischen, musischen und sportlichen Bereich.

 

Personale Kompetenz

Das MSG versteht sich als Ort, an dem die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert wird.

Entscheidungsfähigkeit und Selbstverantwortung

In dem wir die Schülerinnen und Schüler in ihrer Individualität ernst nehmen, helfen wir ihnen, ihre Talente und Begabungen zu entdecken. So wird ihr Selbstwertgefühl gestärkt und die für die Persönlichkeitsbildung nötige Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortung entwickelt. Die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung fördern wir auch im Hinblick auf eine gelingende Berufsorientierung.

Berufs- und Studienorientierung

Das MSG verfügt über ein differenziertes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung. Mit Beginn des 10. Schuljahres werden die Schülerinnen und Schüler durch Angebote verschiedener Kooperationspartner in ihrer Berufs- bzw. Studienwahl unterstützt. Je früher die Schülerinnen und Schüler Klarheit über das eigene Berufsziel erlangen, desto zielorientierter und motivierter bewältigen sie die Herausforderungen des Schulalltags.

Wettbewerbe

Wettbewerbe und Wettkämpfe fördern die persönliche Entwicklung des Einzelnen nachhaltig. Wir machen deshalb unsere Schülerinnen und Schüler auf ausgeschriebene Wettbewerbe bzw. Wettkämpfe aufmerksam und stehen ihnen bei der Teilnahme beratend und begleitend zur Seite.

Beratungsangebot

Die gymnasiale Schulzeit stellt Kinder und Jugendliche nicht selten vor persönliche Herausforderungen, für deren Bewältigung eine qualifizierte Begleitung notwendig ist. Schülerinnen und Schüler können sich in diesen Fällen an die Beratungslehrerin wenden. Im Zentrum des Beratungsprozesses stehen die individuelle Förderung des Kindes und die adäquate Unterstützung bei der Entwicklung persönlicher Lernstrategien

Soziale Kompetenz

Das MSG versteht sich auch als gesellschaftlicher Raum, in dem soziale Kompetenz erprobt, weiterentwickelt und umgesetzt werden kann. Dieses Selbstverständnis schließt eine engagierte Teilnahme an den gesellschaftlichen Prozessen außerhalb der Schule ein.

Sozialcurriculum

Der systematische Aufbau von sozialer Kompetenz erfolgt nach einem Sozialcurriculum. Es sieht das Einüben von vielfältigen Sozialformen im Unterricht sowie die Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien im Umgang miteinander vor. Im Engagement für schulische Gemeinschaftsaufgaben und außerschulische soziale Projekte finden soziale Kompetenzen praktische Anwendung.

Umweltbewusstsein

Das MSG stellt sich der Aufgabe, ökologisches Bewusstsein zu vermitteln und in schulischen Projekten ökologisches Handeln umzusetzen.

Kooperationen

Um Schülerinnen und Schülern neue, internationale Erfahrungshorizonte zu erschließen und sie auf ein verantwortungsbewusstes Handeln vorzubereiten, kooperieren wir mit Schulen, Institutionen und Firmen.

Förderverein

Die Schulgemeinschaft wird durch den Verein der Freunde und Förderer des Martin-Schongauer-Gymnasiums unterstützt.

Martin-Schongauer-Gymnasium, Breisach am Rhein

Derzeit besuchen ca. 900 Schüler/innen aus den umliegenden Gemeinden am Kaiserstuhl, Tuniberg und aus dem Elsass das am Rhein gelegene allgemein bildende Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler können ab der 8. Klasse zwischen dem sprachlichen und naturwissenschaftlichen Profil wählen. Zusätzlich kann ab der 5. Klasse der bilinguale Zug mit dem Doppelabschluss Abitur und Baccalauréat besucht werden. Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist unsere Schule als Ganztagsschule anerkannt. Der Namensgeber Martin Schongauer steht mit seinem künstlerischen Wirken beispielhaft an der Wende von mittelalterlicher Gotik zur Renaissance. Mit dem Künstler verbindet die Schulgemeinschaft die Achtung vor Tradition und das Streben nach Innovation. Die Lage und das Schicksal der Stadt Breisach, die Nähe zu Frankreich und der daraus resultierende Status als erste Europastadt wirken in die pädagogische Arbeit der 80 Lehrkräfte hinein. Internationale Begegnungen prägen die Aktivitäten der Schulgemeinschaft, so die Kooperation mit dem Lycée Bartholdi in Colmar, der Schüleraustausch mit Frankreich und die Teilnahme am Comenius-Programm. In der Deutsch-Französischen Schülerbegegnungsstätte wird von Lehrkräften unseres Gymnasiums in landesweiter Zuständigkeit der individuelle Schüleraustausch Baden-Württemberg-Frankreich koordiniert. Neu eingerichtet wurde in Klasse 5 eine Streicherklasse. Neben dem klassischen Unterrichtsangebot gibt es eine Vielzahl außerschulischer Aktivitäten, um die sozialen und methodischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Schulgemeinschaft zu stärken.

Das Schulprofil wurde im Rahmen eines Verständigungsprozesses von Schülern, Lehrer und Eltern formuliert. Es ist grundlegend für unsere schulische Arbeit und für den Umgang der am Schulleben Beteiligten untereinander. Breisach, im Februar 2009