Ethik

 
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Willkommen auf der Fachschaftsseite Ethik!

„Das Zeitalter ist unphilosophisch und feig; es hat nicht den Mut zu entscheiden, was wert und was unwert ist, und Demokratie, auf das Knappeste ausgedrückt, bedeutet: Tun, was geschieht!“

(Robert Musil, „Der Mann ohne Eigenschaften“)

Da wir Lehrer nicht der im oberen Zitat zum Ausdruck kommenden Meinung sind, übernehmen wir im Ethik-Unterricht die Aufgabe, unsere Schülerinnen und Schüler zu verantwortungs- und wertbewusstem Urteilen und Handeln zu erziehen.
Im Fach Ethik soll kritisches Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen sowie der Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragestellungen eröffnet werden. Ziel des Ethikunterrichtes ist die Vermittlung einer ethischen Grundbildung und die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu begründeter Urteilsbildung und zu verantwortlichem Handeln.
Ganz konkret lernen die Schüler z.B.: Freundschaft zu reflektieren, Konflikte konstruktiv auszutragen, ihre eigene Identität zu erkennen und zu hinterfragen, schwierige moralische Einzelentscheidungen begründet zu fällen, das Mensch- Sein philosophisch zu betrachten, etc.

Ziele und Inhalte des Ethikunterrichts

(1) Ethikunterricht dient, nach den weitgehend übereinstimmenden Vorgaben der Länder, der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu verantwortungs- und wertbewusstem Urteilen und Handeln. Er orientiert sich an den Wertvorstellungen, wie sie im Grundgesetz und in den Verfassungen der Länder, sowie in deren Schulgesetzen für den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule niedergelegt sind.

(2) Im Fach Ethik soll ein kritisches Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen, sowie deren Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragestellungen eröffnet werden. In einzelnen Ländern gehören dazu auch religionskundliche Kenntnisse. (…)

(3) Der Ethikunterricht berücksichtigt die Pluralität der Bekenntnisse und Weltanschauungen. Dies geschieht in Dialog und Auseinandersetzung mit den in unserer Gesellschaft wirksamen Überzeugungen und Traditionen. Daraus sollen auf dem Wege der Begründung und Reflexion tragfähige Orientierungen für das Denken und Handeln gewonnen werden. Die Vermittlung bestimmter Inhalte und Denkweisen im Sinne eines geschlossenen Weltbildes mit einheitlicher Deutung von Lebens- und Sinnfragen ist nicht Sache des Unterrichts.

(4) Länderübergreifend sind für die Entwicklung gemeinsamer fachlicher Standards für den Ethikunterricht im Sekundarbereich II die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) in der Abiturprüfung im Fach Ethik (Beschluss der KMK vom 1.12.1989 id.F. vom 16..11.2006) und Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) in der Abiturprüfung im Fach Philosophie (Beschluss der KMK vom 1.12.1989 i.d.F. vom 16.11.2006) von besonderer Bedeutung.

(Bericht der Kultusministerkonferenz vom 22.2.2008)
 

Einblicke in den Ethikunterricht:

Projektplakat zum Thema  Gruppenverhalten

 

Rahmenbedingungen für die Teilnahme am Ethikunterricht – Abmeldung vom Religionsunterricht

Teilnahmepflicht

Zur Teilnahme am Ethikunterricht sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet,

a) die keiner Religionsgemeinschaft angehören,

b) für die Religion als ordentliches Unterrichtsfach nicht eingerichtet ist,

c) die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben.

In den Fällen a) und b) entfällt die Teilnahmepflicht, wenn die Schülerin/der Schüler am Religionsunterricht als ordentlichem Fach einer Religionsgemeinschaft mit deren Zustimmung teilnimmt.

Abmeldung vom Religionsunterricht

Das Verfahren über die Abmeldung richtet sich nach § 100 SchG. Ergänzend gilt Folgendes:

(1) Die Abmeldeerklärung für einen nicht religionsmündigen Schüler ist von demjenigen zu unterschreiben, dem das Sorgerecht zusteht. Sie muss also i.d.R. von beiden Eltern unterschrieben sein.

(2) Von einem Vormund oder Pfleger eines nicht religionsmündigen Schülers ist die Genehmigung der Abmeldung durch das Vormundschaftsgericht nachzuweisen (§ 3 Abs. 2 RKEG).

(3) Die Abmeldeerklärung eines religionsmündigen Schülers ist nur wirksam, wenn Glaubens- und Gewissensgründe vorgebracht werden.

(4) Die Abmeldung vom Religionsunterricht muss spätestens zwei Wochen nach Beginn des Unterrichts des Schulhalbjahres erklärt werden, zu dem sie wirksam werden soll.

(Quellen: Verwaltungsvorschrift des KM vom 21.11.2001; Rechtsvorschriften für den Dienst von Schuldekaninnen und -dekanen v. 1.1.2001)

 

Für Nachfragen und Ideen stehen wir unter msg@lkbh.de zur Verfügung.