Religion

Informationen der Fachschaft Religion

Zeitzeuginnengespräche am 14. November 2018

Am 14. November finden im MSG Zeizeuginnengespräche statt. Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 hören zu und stellen Fragen. Die Zeitzeuginnen sind Frau Krystyna Budnicka und Frau Alodia Witaszeck

Weitere Informationen:

Krystyna Budnicka

Alodia Witaszek

Religionsunterricht am Martin-Schongauer-Gymnasium

Die Freiheit  zu glauben – das Recht zu wissen.

Oder: glauben muss nicht sein – wissen schon!

In Zeiten fundamentalistischen Terrors steht das Religiöse plötzlich wieder im Zeichen negativer Aufmerksamkeit. Das ist für die moderne, demokratisch-liberale Gesellschaft durchaus ungewöhnlich. Für diese spielt Religion und Glaube in der gesellschaftlichen Diskussion kaum noch eine Rolle, diese Themen wurden ins Private zurückgedrängt.

Einzig in den Bundesländern mit Religion als ordentlichem Unterricht-Pflichtfach ist dies anders: Dort wird Religion ganz klar als Teil des öffentlichen Bildungsauftrags und relevanter Teil des allgemeinen Fächerkanons gesehen.

Und das ist gut so.

Diese Einsicht erweist sich vielleicht gerade auf dem Hintergrund des vor allem islamistisch geprägten Terrors: nicht wenige fordern jetzt zu Recht einen islamischen Religionsunterricht an Schulen, um den latent oder direkt vorhandenen fundamentalistischen Tendenzen im Islam durch Bildung, Aufklärung und Texthermeneutik beizukommen.

Dies alles ist längst Teil des konfessionellen Religions-unterrichts an unseren Schulen in Baden-Würrtemberg. Dieser ist mit gutem Grund in der Verfassung des Landes verankert. Ob dem auf Dauer bei abnehmender konfessioneller Zugehörigkeit von Schülern und Eltern so bleiben wird, ist offen – aber unbedingt zu wünschen.

Der Religionsunterricht an der öffentlichen Schule ist ein wichtiger Beitrag zur kulturellen und gesellschaftlichen Identität: er stärkt das Wissen um die eigene Konfession. Er erschließt die Quellen unserer abendländischen Kultur. Er macht mit der Ur-Kunde des Glaubens – der Bibel – vertraut und erschließt deren Bedeutung für das eigene Leben, indem eine angemessene Hermeneutik der Texte schon ab der 5. Klasse eingeführt wird.

So steht Religion an der Schule nicht gegen Freiheit, sondern für Freiheit. Schüler lernen, sich zur eigenen Religion zu verhalten, finden für sich einen persönlichen Standpunkt und können zu Religionsdingen begründet Stellung nehmen.

Schüler und Schülerinnen lernen andere Religionen kennen – insbesondere eben auch Judentum und Islam  und können so pauschalen (Vor-)Urteilen entgegentreten. Dies nicht nur theoretisch, sondern auch durch  praktische Erfahrungen bei Exkursionen zu Moscheen und Synagogen in der Region.

Nicht zuletzt ist der Religionsunterricht an der Schule, am MSG ein Ort, der den Schüler, die Schülerin in seiner persönlichen Entwicklung stärkt, Lebensthemen aufgreift und Hilfen gibt, Lebenssituationen aus der Botschaft des christlichen Glaubens heraus zu deuten. Menschliche Grunderfahrungen wie Geborgenheit und Vertrauen, Angenommensein, Freundschaft und Liebe , Freude und Hoffnung, Arbeit und Freizeit aber eben auch Versagen und Schuld, Trauer und Angst, Leid und Enttäuschung Krankheit und Tod, Grenzen des Lebens werden thematisiert und erschlossen Der Religionsunterricht bietet dabei durchaus auch ein Stück Unterbrechung des Unterrichtsalltags. Nach dem Theologen Johann Baptist Metz ist die kürzeste Definition von Religion „Unterbrechung“. Und genau das bietet der Religionsunterricht am MSG unseren Schülern eben auch.

Nicht zuletzt sind die Schulgottesdienste zu erwähnen, die wir zu Beginn und Ende eines Schuljahres und vor den Weihnachtsferien miteinander vorbereiten und feiern. Sie sind Gelegenheiten zum Innehalten, alles in einen größeren Rahmen zu stellen, zurückzuschauen, zu danken und nicht zuletzt derer zu gedenken, die unsere Unterstützung und Hilfe brauchen.

Michael Längle, Fachschaft Religion am MSG

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht am Martin-Schongauer-Gymnasium

Seit dem Schuljahr 2005/2006 besteht in Baden-Württemberg die Möglichkeit, den Religionsunterricht in einzelnen Klassenstufen konfessionell-kooperativ zu erteilen. An unserer Schule wird der Religionsunterricht in den Klassenstufen 5 und 6 seit dem Schuljahr 2005/2006 konfessionell-kooperativ erteilt, wenn es organisatorisch möglich ist. Hierzu gibt es eine verbindliche Rahmenvereinbarung zwischen den Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg, der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Bei der Gestaltung des Religionsunterrichts arbeiten die evangelischen und die katholischen Lehrkräfte als Team eng zusammen. Sie greifen hierbei auf einen Unterrichtsplan zurück, der sowohl den Vorgaben des evan-gelischen als auch denen des katholischen Bildungsplans entspricht. Deshalb ist dieser konfessionell-kooperativ erteilte Unterricht konfessioneller Religionsunterricht. Innerhalb des Zeitraums, in dem der Religionsunterricht konfessionell-kooperativ erteilt wird, erfolgt ein verbindlicher Wechsel der Lehrkraft. 

Dabei werden zeitlich gleiche Unterrichtsanteile für beide Konfessionen angestrebt. Aus inhaltlichen und rechtlichen Gründen ist für die Zeugnisnote bzw. die Halbjahresinformation die Konfession der Lehrkraft, die den Unterricht erteilt hat, maßgeblich. Die kooperierenden Lehrkräfte sind gehalten, zum Ende des Schuljahres eine einvernehmliche Zeugnisnote zu erteilen. Im Zeugnis erscheint als Bemerkung zur Religionsnote folgender Satz: „Der Religionsunterricht wurde konfessionell-kooperativ erteilt.“

Die Ziele der konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht sind:

– die authentische Begegnung mit der anderen Konfession zu ermöglichen;

– die ökumenische Offenheit beider Konfessionen erfahrbar zu machen;

– ein vertieftes Bewusstsein für die eigene Glaubensrichtung zu schaffen.

Schülerinnen und Schüler, die keiner Konfession angehören, können auf Wunsch der Eltern am konfessionell-kooperativen Religionsunterricht teilnehmen. Voraussetzung ist das Einverständnis der jeweils unterrichtenden Religionslehrkraft. Diese Informationen sind dem Vorschalg für einen Elternbrief zur Information bei der Durchführung des konfessionell-kooperativen Unterrichts entnommen. ( hpptp://www.ekiba.de/html/content/koko144.html)

Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht

Der konfessionell-kooperativ erteilte Religionsunterricht zielt darauf, ein vertieftes Bewusstsein der eigenen Konfession zu schaffen, die ökumenische Arbeit der Kirchen erfahrbar zu machen und den Schülerinnen und Schülern beider Konfessionen die authentsiche Begegnung mit der anderen Konfession zu ermöglichen. Dieser Religionsunterricht ist konfessioneller Religionsunterricht im Sinne des Art. 7 Abs. 3 GG, für den die Lehren und Grundsätze der Evangelischen Kirche beziehungsweise der Katholischen Kirche maßgeblich sind.

 

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