Geschichte

Informationen der Fachschaft Geschichte

Geschichtsunterricht am Martin-Schongauer-Gymnasium

Der Geschichtsunterricht am Martin-Schongauer-Gymnasium wird von Klasse 6 bis zum Abitur nach den Bildungsplänen 2004 bzw. 2016 unterrichtet. Schülerinnen und Schüler, die den bilingualen Zug Französisch belegt haben, erhalten in den Klassen 8, 10 und in der Kursstufe Geschichtsunterricht auf Französisch.

Exkursionen, Partner und Projekte

Um Geschichte lebendig werden zu lassen, nutzen wir für gemeinsame Projekte die Kontakte zum Blauen Haus in Breisach.

Mit den 9. Klassen fahren wir regelmäßig zur KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof.Der Schüleraustausch mit Oswiecim, Polen, ist uns wichtig. Er wird wird vom Freundeskreis Oswiecim  großzügig unterstützt. Hier der aktuelle Bericht vom Schüleraustausch 2015.

Die 10. Klassen besuchten im November 2016 den Hartmannsweilerkopf. Der LINGEKOPF (Hartmannsweilerkopf) ist ein Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges (1914-1918), auf dem zwischen dem 20. Juli 1915 und dem 15. Oktober 1915 besonders verlustreiche Kämpfe zwischen den Franzosen und den Deutschen stattfanden, bei denen 17000 Soldaten beider Seiten ihr Leben verloren.

Fahrten nach Bonn zum Haus der Geschichte ergänzen in manchen Jahren unser Angebot.

Bericht vom Schüleraustausch mit Oswiecim 2017

Polenaustausch Oświeçim – Breisach 

Die Partnerschaft zwischen den Schulen aus Oświeçim, Polen und Breisach am Rhein gibt es mittlerweile seit vielen Jahren. Auch in diesem Jahr nahm eine Gruppe von Schülern des Martin-Schongauer Gymnasiums an dem Schüleraustausch vom 12.10.2018 – 19.10.2018 teil. 

 Die deutsche Gruppe flog am Freitag, von Basel aus, Richtung Polen, wo sie gegen 12.30 Uhr landeten. Dort wurden sie herzlich von ihren polnischen Austauschschülern/innen empfangen. Nach einem kurzen Kennenlernen am Flughafen, fuhren sie gemeinsam mit dem Bus nach Oświeçim, wo nach einer kleinen Pause der Besuch im jüdischen Zentrum mit anschließender Stadtbesichtigung stattfand. Schon beim ersten Kontakt mit der jüdischen Geschichte in Oświeçim sammelten die Schüler/innen erstes Wissen.

Am Ende dieses ersten Tages gingen die deutschen Jugendlichen nach einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Starówka zurück in ihre Unterkunft, in welcher zuvor das Gepäck abgeliefert worden war.

Tag zwei startete mit einem Umzug in eine neue Übernachtungsunterkunft. Anschließend begann um 11.15 Uhr das eigentliche Programm mit dem Besuch in der Salzmine in Wieliczka, in der die Austauschgruppe unter anderem als Spaßfaktor das Salz von den Steinwänden lecken durfte.

Der Rest des Tages wurde offiziell in den Gastfamilien verbracht. Letzten Endes lief es dann aber auf ein gemeinsames Grillfest im Garten einer polnischen Schülerin hinaus, bei welcher drei Mädchen der deutschen Austauschgruppe sogar übernachteten.

Sonntag war dann Familientag. Einige deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler verbrachten ihn beim Schlittschuhlaufen, Bowlen und anschließend gemeinsam essen, andere im Freizeitpark oder in der Trampolinhalle. So konnten die deutschen Austauschschüler einen Blick in das polnische Leben werfen.

Ein fester Bestandteil des Austauschprogramms in Polen ist auch die Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, weshalb die deutschen Lehrer am Abend zuvor das Thema Nationalsozialismus mit ihren Schülern noch einmal besprachen.

Am Montagmorgen war es dann so weit. Der körperlich und seelisch anstrengendste Tag begann. Bereits morgens um 8.30 Uhr lief die deutsche Gruppe von ihrem Hostel aus Richtung Konzentrationslager, da die erste Führung um 10.00 Uhr im Stammlager anstand. Dort wurde ihnen der Einblick in zwei Baracken gewährt, in welchen verschiedene Andenken an die Opfer zur Schau gestellt wurden. Die erste Baracke wurde mit Informationen und Bildern über das „Leben“ im Konzentrationslager eher sachlich gehalten, während die zweite Baracke deutlich persönlicher war. Dort waren die abrasierten Haare, die zurückgebliebenen Koffer sowie die gefundenen Brillen und Schuhe der Opfer zu sehen. Anschließend besichtigten sie das großflächige Deportationslager Auschwitz- Birkenau.

Nach der 45-minütigen Besichtigung fuhr die Gruppe zurück ins Stammlager um dort an einer privat gebuchten Führung im Museumsarchiv teilzunehmen, in welcher ihnen hauptsächlich die selbst gemalten Bilder der Häftlinge gezeigt und erklärt wurden. Zum Schluss durfte die Gruppe selbständig in Hinterbliebeneninformationen des Archivs von Auschwitz stöbern und aufgekommene Fragen stellen.

Da an diesem Programmpunkt nur die deutschen Schüler teilnahmen, trafen sich am Ende der Besichtigung alle – polnische und deutsche Teilnehmer des Austausches – in einem nahegelegenen Restaurant um dort gemeinsam zu Abend zu essen. Wie auch zuvor wurde hinterher im Hostel noch einmal über den Tag gesprochen.

Trotz des anstrengenden Vortages ging der nächste Tag bereits um 7.00 Uhr los. Die gesamte Gruppe fuhr mit dem Bus nach Zakopane um dort mit der Seilbahn auf einen Berg in der  Hohen Tatra zu fahren. Nach einer kleinen Wanderung brachte eine Zahnradbahn die Gruppe schließlich wieder an den Fuß des Berges. Danach, als entspannenden Ausklang des Tages, wurde ein Thermalbad aufgesucht, in welchem die Anstrengung der letzten Tage hinter sich gelassen wurde. Das wohltuende Schwimmbad war eine gute Idee, denn gleich am darauffolgenden Tag ging das Programm mit einem Treffen mit einer Zeitzeugin weiter. Dafür fuhr sowohl die polnische als auch die deutsche Gruppe in das Galizia-Museum nach Krakau. Dort erzählte die 78-jährige Frau ihre selbst erlebte Geschichte im KZ Auschwitz-Birkenau während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Danach war eigentlich eine Besichtigung der Alten Synagoge in Krakau geplant, doch auf Grund eines Wasserschadens musste diese leider ausfallen. Stattdessen machte die Gruppe eine Stadtrundfahrt, wo noch einmal einige Informationen, diesmal über das jüdische Leben in Krakau, erzählt wurden.

Am frühen Abend ging die deutsche Gruppe wie zuvor schon einmal ins Restaurant Starówka zum Abendessen und gleich danach in ihre Unterkunft, da auch der vorletzte Tag in Polen gleich morgens mit einer Besichtigung des Brauereimuseums in Żywiec begann. In dem Brauhaus durfte die Gruppe kegeln und als Verabschiedung wurde jedem ein kostenloses Getränk zur Verfügung gestellt.

Nach dieser kleinen Erfrischung ging es für die Gruppe weiter in die Beskiden, einem Gebirgszug der äußeren Westkarpaten, wo zuerst gerodelt wurde. Anschließend teilte sich die Gruppe auf. Einige waren in einem der beiden Restaurants essen, andere ließen die schöne Aussicht auf sich wirken. Um 17.00 Uhr wurde dann überraschenderweise ein Theaterstück einiger polnischer Austauschschüler besucht.

Auch an diesem Tag aß die deutsche Gruppe in dem Restaurant Starówka, welches mittlerweile zu ihrem Stammlokal geworden ist, zu Abend.

Am Freitag, dem letzten Tag des Polen-Aufenthaltes stand nur die Abreise zum Flughafen auf dem Plan. Nachdem die polnischen Schüler ihre deutschen Austauschpartner verabschiedet hatten, ging es für die deutsche Gruppe zurück nach Deutschland. Auch wenn es ein sehr gelungener Austausch war, waren die meisten trotzdem froh wieder im alt bekannten Breisach anzukommen und ihre Familien wieder zu sehen.

Das Fazit einiger Schülerinnen, die am Austausch teilgenommen haben, fiel folgendermaßen aus: „Uns hat der Austausch sehr gut gefallen. Durch die vielen verschiedenen Ausflüge war uns zu keinen Zeitpunkt langweilig. Im Gegenteil – wir hatten sehr viel Spaß, haben aber trotzdem viel Neues dazu gelernt. Es war also für jeden was dabei.

Viele von uns würde den Austausch zu jeder Zeit wiederholen, da wir sehr viele neue Erfahrungen gesammelt haben und die Zeit dort, wegen der abwechslungsreichen Tage viel zu schnell vergangen ist.“

Nach Berichten einiger deutsche Schülerinnen und Schüler bearbeitet von Hanna Dölcken, Leyla Jouili und Bettina Grosser (Englisch- und Geschichtslehrerin am MSG).

Geschichte unserer Schule

Ausführliche Informationen zur Geschichte des Martin-Schongauer-Gymnasiums finden sich auf der Seite „Unsere Schule“.

Geschichtswettbewerbe

Wir ermuntern unsere Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an einem Geschichtswettbewerb:

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

History Award 2017

Wettbewerb Heimatforschung

Überblick über Wettbewerbe und Projekte

 

Julius Leber, Schüler dieser Schule

Am 16. November 2016 jährte sich der Geburtstag von Julius Leber zum 125. Mal.

Julius Leber wurde am 16.11.1891 in Biesheim, Elsass, geboren. Er wurde am 5. Januar 1945 in Berlin, Plötzensee, hingerichtet.

Julius Leber war von 1902 bis 1908 Schüler dieser Schule, damals Höhere Bürgerschule. 1908 schloss Leber seine Schulausbildung mit der Mittleren Reife ab. Anschließend absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung in der Tapetenfabrik in Breisach. Ab 1910 besuchte er in Freiburg die Oberrealschule und schrieb nebenbei Zeitungsberichte. Außerdem gab er Nachhilfeunterricht, um seine Ausbildung zu finanzieren. 1912 schloss Leber seine schulische Ausbildung mit dem Abitur ab. Bereits als Schüler trat er im Jahre 1912 der SPD bei.

Leber arbeitete im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er hatte u.a. Kontakt zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke und zu den Attentätern vom 20. Juli 1944.

Am 20. Oktober 1944 wird Leber vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Trotz schwerer Misshandlungen hatte ihn die Gestapo nicht zu einem Geständnis zwingen können. Nach über zwei Monaten weiterer Verhöre und Misshandlungen wird Julius Leber am 5. Januar in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Im Eingangsbereich des Martin-Schongauer-Gymnasiums befindet sich eine Gedenktafel:

245-julius-lebergJulius Leber, geboren am 16. November 1891 in Biesheim – Elsass

Hingerichtet als Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft am 5. Januar 1945 in Berlin – Plötzensee.

Er besuchte diese Schule von 1902 – 1908.

Am 16. November 2016 hat die Schulgemeinschaft des Martin-Schongauer-Gymnasiums Julius Leber in einer Veranstaltung in der Aula gedacht.

 

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