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Abistreich 2017

Es sollte eigentlich so sein wie in jedem Jahr: „Sieben Jahre wurden wir nassgespritzt und jetzt wollen wir auch mal“. Im Vorfeld gab es Absprachen mit den Hausmeistern und der Schulleitung und umfangreiche Vorarbeiten. Am Vorabend wurden Luftballons aufgeblasen, andere wurden mit Wasser gefüllt. Große Wasserbehälter wurden angefahren, ebenso Bauzäune und Stroh. Wasserspritzpistolen und Rasierschaum lagen bereit. Die Fenster im Erdgeschoss mit alten Klausuren und Mitschriften aus dem Unterricht zugeklebt. Zusätzlich wurde im Brunnen eine Maschine, Marke Eigenbau, installiert, die Schaum produzierte. Der Schulleiter staunte nicht schlecht als er um 6 Uhr am vergangenen Donnerstag mit den beiden Hausmeistern sah, wie sorgfältig sich die Abiturientinnen und Abiturienten auf den Abistreich 2017 vorbereitet hatten. So ganz überraschend war der Event nicht gewesen. Eigentlich hätte der Abschied von den jüngeren Mitschülerinnen-  und Mitschülern schon einen Tag früher stattfinden sollen. Um die Podiumsdiskussion mit den Wahlkreiskandidaten nicht zu stören, zeigten sich die Abiturientinnen und Abiturienten flexibel und verschoben den Abistreich um einen Tag. Zudem waren die Eltern der Unterstufe per Mail ebenso vorgewarnt worden wie die Nachbarn des MSG.

Kurz vor Beginn der ersten Stunde war es dann so wie jedes Jahr: Schülerinnen und Schüler wurden nassgespritzt, eingeseift und geschminkt. Einige Schülerinnen und Schüler lassen es mit großem Vergnügen zu, andere versuchen dem Spaß zu entfliehen. In diesem Jahr rutschte eine Schülerin schon auf dem Schulweg aus und stürzte als sie sich dagegen wehrte, von Abiturientinnen  geschminkt zu werden.  Ein Schüler stolperte im Eingangsbereich des MSG, fiel hin und zog sich dabei eine Schnittverletzung zu. Weil er stark blutete, musste ein Notarzt die Wunde versorgen. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse stand die Fortsetzung des Abistreichs in Frage. Schließlich einigte man sich darauf, den Schülern noch den Abitanz und den Abifilm zu zeigen sowie auf weitere Programmpunkte zu verzichten.

Der Abitanz amüsierte und begeisterte Lehrer- und Schülerschaft gleichermaßen. Auf den Film mussten sie lange warten. Gekonnt übernahm eine Abiturientin die Aufgabe der Entertainerin: Sie dirigierte „viel Glück und viel Segen“ mit der einer Abiturientin zum Geburtstag gratuliert wurde und sorgte für Unterhaltung und Stimmung bis  versierte Schüler und Lehrer gemeinsam die technischen Schwierigkeiten überwunden hatten und der Abifilm endich ablaufen konnte. Andächtige Stille, unterbrochen von Beifall, herrschte in der Aula des MSG während die ersten Filmsequenzen über den Bildschirm liefen. Nach dem der Laptop der Schüler, von dem der Abifilm abgespielt wurde, zum zweiten Mal abgestürzt war, kapitulierten die Abiturientinnen und Abiturienten und verkündeten das Ende des Abistreichs. So gut wie die Vorarbeiten geklappt hatten, so lief es mit den Aufräumarbeiten. Schnell und zuverlässig räumten die Abiturientinnen und Abiturienten auf und reinigten das Schulgebäude. Schon nach kurzer Zeit sah das Schulgebäude wieder so aus wie immer.

Die Schulgemeinschaft dankt dem Abijahrgang 2017  für acht schöne, gemeinsame Jahre und für einen Abschluss, der trotz der ungeplanten Ereignisse ein guter Abschluss war.

Wir wünschen den Abiturientinnen und Abiturienten persönlich alles Gute und viel  Erfolg bei der weiteren Ausbildung!

Abitur 2017 in der Presse:

Dreimal die Traumnote 1

Abiturienten freuen sich über erfolgreiches Ende ihrer Schatzsuche

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